Häufige Fragen zur Privathaftpflichtversicherung

Wozu eine Privathaftpflichtversicherung?

Eine Privathaftpflichtversicherung sichert den Versicherten Personenkreis gegen die gerechtfertigten, aber auch ungerechtfertigten Schadenersatzansprüche Dritter ab. Nach §280ff. BGB haftet jede deliktfähige Person für Schäden, die sie anderen zufügt. die Schadenersatzhöhe ist dabei nach oben nicht begrenzt. Nur zu schnell können durch Leichtsinn oder Unachtsamkeiten Schäden an Personen, Sachen oder dem Vermögen anderer passieren, so dass sich daraus ein Schadenersatzanspruch gegen den Schädigenden ergibt.

Die kann mit kleinen Schäden wie dem Umstoßen einer Vase beginnen, doch enden tut es auch mit enormen Schäden wie dem Brand eines Hauses noch lange nicht. Ohne eine Privathaftpflichtversicherung blieben dem Schädigenden nur wenige Möglichkeiten.

Er müsste, sofern er selbst über Vermögen und entsprechendes Einkommen verfügt, im schlimmsten Fall lebenslang zahlen. Auch der Weg in die Privatinsolvenz ist nur aufgrund der Tatsache, dass man keine günstige Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen hatte sicherlich auch keine sehr freudige Alternative.

Wer ist versichert?

Versichert ist in der Single-Privathaftpflichtversicherung der Versicherungsnehmer. In einer Familienpolice sind ebenfalls der Ehe- oder Lebenspartner des Versicherungsnehmers abgesichert. Zudem sind auch die Kinder, die im gleichen Haushalt leben bzw. gemeldet sind , solange versichert, wie sie sich in einer Erstausbildung oder einem Erststudium befinden und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.In einigen

Privathaftpflichtversicherungen lassen sich auch alleinstehende Kinder , die im gleichen Haushalt leben bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres beitragsfrei mitversichern. Hier sollten Sie aber unbedingt die Tarifbedingungen Ihrer Privathaftpflichtversicherung überprüfen. Ab diesem Zeitpunkt bräuchten dann auch die Kinder eine eigene Privathaftpflichtversicherung.

Was bedeutet Forderungsausfalldeckung?

Eine Privathaftplichtversicherung leistet gewühnlich für Schäden, die einem Dritten zugefügt wurden. Nun kann jedoch auch der Fall eintreten, dass einem selbst ein Schaden zugefügt wurde, der schädigende jedoch gar keine Privathaftpflichtversicherung besitzt oder sich weigert den Schaden zu regulieren. Für diesem Fall ist in einer guten Privathaftpfichtversicherung eine Forderungsausfalldeckung mitversichert. Diese kümmert sich dann um das Eintreiben des Schadenersatzes bzw. springt selbst solange für den Schaden ein und holt sich den ausstehenden Schadenersatz vom Schädiger zurück.

Was sind Mietsachschäden?

Mietsachschäden sind in einer Privathaftpflichtversicherung ebenfalls mitversichert. Mietsachschäden sind Schäden an gemieteten Sachen. Dies kann beispielsweise ein Schaden am Waschbecken in der Mietswohnung oder im Hotelzimmer sein, aber ebenso gilt auch Versicherungsschutz für sonstige gemietete Gegenstände wie beispielsweise Büchern, DVD oder größeren Sachen. Ausgeschlossen sind jedoch ausdrücklich Fahrzeuge wie Autos oder ähnlichem. Hier würde ein Schaden für ein gemietetes Fahrzeug nur im Rahmen der Vollkaskoversicherung reguliert werden können.
Für geliehene Sachen besteht in der Privathaftpflichtversicherung nur dann Versicherungsschutz, wenn dies in einer Deckungserweiterung ausdrücklich mitversichert ist. Gute Privathaftpflichtversicherung schließen aber auch derartige Schäden mit ein.

Was bedeutet Gefälligkeitsschaden?

Schnell kann ein Schaden beispielsweise passieren, wenn man Freunden bei deren Umzug hilft oder aber bei der Reparatur bestimmter Sachen. Der dadurch entstandene Schaden ist nur in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert, wenn dies in einer Deckungserweiterung eingeschlossen wurde. Gute Privathaftpflichtversicherungen, nicht gerade die Basis-Policen, sichern aber auch hier den Versicherungnehmer gegen Schadenersatzanspüche ab.
Bis zu welchem Alter sind Kinder deliktunfähig?
Bis zum vollendeten 7. Lebensjahr sind Kinder nicht deliktfähig. Das bedeutet, dass sie überhaupt nicht für Schäden haftbar gemacht werden können, die sie z.B. mit Ihrem Fahrrad oder Dreirad anrichten könnten. Die Eltern dieser Kinder sind nur dann bei Schäden ihrer Kinder haftbar zu machen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht grob fahrlässig verletzt haben.

In vielen Fällen würde der Geschädigte also auf seinem Schaden sitzen bleiben. Insbesondere, wenn der Geschädigte und die Eltern des geschädigten Kindes befreundet sind, könnte eine solche Konstellation die Eltern des Kindes moralisch dazu verpflichten, den Schaden trotzdem aus eigener Tasche zu ersetzen. Denn augrund der Tatsache, dass rechtlich kein Schadenersatzanspruch entsteht, müsste eine Standard-Privathaftpflichtversicherung auch nicht leisten. Um dies Situation zu umgehen, sollten Eltern darauf achten, dass die Privathaftpflichtversicherung, die sie abschließen auch Schäden ihrer deliktunfähigen Kinder reguliert, sofern sie Kinder in diesem Alter haben.

Was sind Vermögensschäden?

Ein einfaches Beispiel für einen Vermögenschaden, aus dem der Schädiger schadenersatzpflicht werden kann, ist das folgende.
Aufgrund fehlender Parkplätze parkt ein Versicherter mit seinem Auto einen anderen Wagen zu, so dass dieser nicht mehr ausparken kann. Aus diesem Grund verpasst er seinen Flug zu einem wichtigen Geschäftstermin. Aufgrund der Unachtsamkeit des einen, entsteht dem Geschädigten ein Vermögensschaden, den er dann nachweisen müsste. In einem solchen Fall würde die Privathaftpflichtversicherung natürlich leisten.

Für welche Schäden gilt Versicherungsschutz?

Versicherungsschutz gilt für nicht arglistig oder mutwillig verursachte Schäden an Sachen, Personen oder Vermögen. Es gibt Ausnahmen, in welchen Fällen kein Versicherungsschutz durch die Privathaftpflichtversicherung herscht, diese sind den Versicherungsbedingungen zu entnehmen. Unser Privathaftpflichtversicherung Vergleich ist Ihnen dabei behilftlich, einen Tarif zu finden, bei dem möglichst wenige oder keine Leistungsschauschlüsse für bestimmte Situationen vorgesehen sind.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Verbraucherschützen raten dazu, eine Privathaftpflichtversicherung mit deiner generellen Deckungssumme von mindestens 5 Millionen abzuschließen. Aktuelle Policen decken auch 10 Millionen und mehr ab. Auch wenn sich die meisten Schäden in der Größenordnung unter 1000 Euro abspielen, sollte man sich nicht die wenigen Euro Extrakosten sparen, die eine höhere Deckungssumme kostet. Denn in der Vergangenheit gab es durchaus Fällen, in denen z.B. Züge entgleisten oder ein Wohnblock abbrannte, zusammen mit den so entstehenden Personenschäden, kann selbst eine Versicherungssumme von 5 Millionen bereits deutlich zu niedrig sein.
Angesichts der recht geringen Jahresprämien, sollte man auch so seltene Ereignisse wie die eben genannten durch seine Privathaftpflichtversicherung sinnvoll absichern lassen.

Ist eine Selbstbeteiligung sinnvoll?

Eine Privathaftpflichtversicherung ist streng genommen dazu da, existentielle Risiken abzusichern, damit sind nicht etwa Schäden von 150 Euro oder weniger gemeint. Angesichts der Tatsache, dass ein Versicherer einen Vertrag nach mehreren Schäden auch kündigen kann, sollte die Privathaftpflichtversicherung am besten auch nur für die Regulierung großer Schäden verwendet werden. In diesem Zusammenhang macht natürlich auch ein Selbstbehalt von z.B. 150 Euro pro Schadenfall Sinn. Die Jahresprämie senkt sich dadurch natürlich auch. Angesichts der ohnehin recht niedrigen Beiträge für eine Privathaftpflichtversicherung entscheiden sich die meisten Personen trotzdem für eine Privathaftpflichtversicherung ohne Selbstbehalt.